Spitz an der Donau, © Österreich Werbung/Weinhäupel

Information & Geschichte

Eine bezaubernde Eisenbahn entlang der Donau mit einer über 100-jährigen Geschichte

Die Wachaubahn spielt eine zentrale Rolle im neuen, multimodalen Verkehrskonzept der Wachau. In der Hauptsaison werden Touristen und Ausflügler zwischen Krems und Emmersdorf mit der Bahn zu den größten Attraktionen der Region gebracht. In enger Abstimmung mit Fähren, Schifffahrt, Leihrädern, E-Mobility-Angeboten, Busverkehr und Tourismusbetrieben wird die Wachaubahn zu einem wichtigen touristischen Faktor im Weltkulturerbe.

Die Übernahme durch das Land Niederösterreich garantiert, dass die erforderlichen Mittel für Sanierung und Betrieb zur Verfügung stehen. Die Infrastruktur auf der Bahnstrecke wird mit Landesmitteln laufend verbessert, damit kann in Zukunft ein qualitativ hochwertiger touristischer Verkehr angeboten werden.

Geschichte der Wachaubahn

  • Ursprünglich sollte eine Bahnstrecke errichtet werden, die von Wien westwärts entlang der Donau und ab Stockerau am linken Donauufer über Krems nach Linz führt. Dieser Plan wurde jedoch verworfen. Realisiert wurde eine Bahnstrecke durch den Wienerwald, die 1858 eröffnete „Kaiserin Elisabeth-Bahn“, die heutige Westbahn.
  • Die Teilstrecke von Sankt Valentin bis Mauthausen war von 1872 bis 1956 Teil der Summerauer Bahn, die in den ersten Jahren nach ihrer Errichtung zum Streckennetz der Kaiserin Elisabeth-Bahn gehörte.
  • Die Lokalbahn Mauthausen-Grein entstand 1897, in den folgenden Jahren folgte der Ausbau der Bahnstrecke bis Krems, die 1909 dem öffentlichen Verkehr übergeben wurde. Durch die schon seit 1872 bestehende Strecke nach Absdorf-Hippersdorf gab es eine Verbindung nach Wien zum Franz-Josefs-Bahnhof.
  • 1930 wurden die Lokalbahnen Mauthausen-Grein und Krems-Grein verstaatlicht und 1939 der Deutschen Reichsbahn eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die dem Staat Österreich gehörenden Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) Eigentümer der Bahnstrecke.
  • 1998 wurde die Bahnstrecke unter Schutz gestellt. Sie gehört auch zur Kulturlandschaft Wachau, die im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen wurde.
  • Bis 2009 wurde die Donauuferbahn im Sommer von den beiden touristischen Erlebniszügen „Wachau“ und „Strudengau“ befahren, die letzten verbliebenen Züge auf der gesamte Strecke und die einzige Personenzüge auf der Strecke zwischen Emmersdorf an der Donau und Sarmingstein.
  • Im Jänner 2010 beschlossen die ÖBB diese Bahnstrecke aufzugeben und das Land Niederösterreich erklärte sich bereit die Wachaubahn zu übernehmen. Der Planverkehr wurde zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 auf der Gesamtstrecke eingestellt und durch Busse ersetzt.
  • Am 16. April 2011 nimmt die NÖVOG den Tourismus- und Nostalgieverkehr der "Wachaubahn" auf dem 34 Kilometer langen Teilstück zwischen Krems und Emmersdorf auf. 2011 und 2012 investiert die NÖVOG in Strecke, Fahrzeuge und Infrastruktur. Das hochwertige Vollprogramm der Wachaubahn startet 2012.